Dienstag, 13. Oktober 2015

Lange Mütze mit Möbius

Schon etwas länger fertig... aber es war ein Geschenk. Mittlerweile ist es "ausgeliefert", daher kann ich es zeigen.
Meine Schwester wünschte sich eine lange gestrickte Mütze und lieferte den Link zu dieser Anleitung dazu. Auch die Farbe war gewählt: grau.
Auch bei der Wahl des Garns hielt ich mich an die Anleitung. Da wurde ein sehr schönes Alpakagarn empfohlen. Allein den Schal, zu dem es eine Anleitung gab, strickte ich nicht. Ich habe lieber den Möbiusschal gestrickt. Das sehr einfache Muster der Mütze behielt ich bei.
Wer noch nicht weiß, wie man einen Möbiusschal strickt, kann sich dieses Video ansehen. Es ist wirklich sehr gut!
 
 Interessant ist noch, dass die Mütze, obwohl ich die Größe nicht verändert habe, auch uns "Riesenschädeln" passt.
 
 
Und hier kann man noch einmal sehen, was ein Möbiusschal ist. Ein Loop mit einer Verdrehung. :-)
 
 
Ich muss mir auch noch einmal etwas Warmes aus Alpaka stricken. Das fühlte sich wirklich schön an!

Sonntag, 6. September 2015

Wilde Blumen auf der Tasche und wie sich Stoff und gehäkeltes verbinden


Der CAL im Blog Little Monkeys Crochet ist schon wieder ein paar Tage her... Aber ich bin jetzt auch fertig geworden.

Ich habe ein Garn aus meinem Stash benutzt, die Linie 219 "Jeans" von onLine.
Erst wollte ich keine Knöpfe in die Blüten setzen, aber dann war mir das grau doch zu "Mausig" und ich fand 7 hellblaue und 7 rote Knöpfe aus Glas in meinem Knopf-Vorrat. Eine kleine Umfrage auf meiner Facebook-Seite und in der Gruppe von Rebecca (Little Monkeys Crochet) ergab, dass die meisten für blau, dann viele für rot und ein paar für gar keine Knöpfe waren. Ich war auch am ehesten für blau.




Die Grannys waren schnell gehäkelt, das schöne Muster darüber auch. Für den Boden habe ich dann etwas gebraucht, auch, weil mir das Plastik-Stramin gefehlt hat. Als es kam, begann mein Urlaub in der Heimat...

Aber im Ganzen ist die Anleitung super, es gibt ein paar Videos... und die Tasche machte Spaß...
Dann war da noch die Frage, wie das mit dem Innenfutter der Tasche sein würde. Klar, ich wollte eines. Aber sollten auch Innentaschen rein?
An dieser Stelle mussten wir alle etwas improvisieren, denn  die Anleitung dafür kam leider nicht mit. Nur ein Link zu einem viel zu langen Tutorial.

Also habe ich selber getüftelt...

...und so entstand eine Stecktasche für  das Telefon (unten im Bild)...
 











...und ein Reißverschluß-Fach.

Eingenäht habe ich das Innenfutter übrigens mit der Nähmaschine! Das ging ganz gut und dank vorheriger Recherche wusste ich, dass ich eine große Stichlänge einstellen muss.

Es wurde auch Zeit, dass meine neue Handtasche fertig wird, denn meine bisherige ist leider kaputt gegangen.





Dies ist nicht das einzige Projekt, das nach längerer Zeit endlich vollendet wird- das nächste zeige ich demnächst.

Bis dahin eine gute Nacht und eine schöne neue Woche!

Donnerstag, 13. August 2015

Der Babydecken-Wahnsinn

Im Juli lief in meinen "Stamm-Gruppen" auf Facebook der Babydecken-CAL. Der Plan war für die Veranstalterin, das Muster der Regenbogen-Babydecke aus dem Schoenstricken-Blog für einen Teppich zu benutzen.

Ich habe zwar eigentlich keinen echten Bedarf an kleinen Decken, das Baby hat bereits eine dieser Art, für einen Teppich fehlte mir das Garn, aber ich hatte noch ein Garn, das schon ewig lag und reichen sollte und da habe ich zur Häkelnadel gegriffen und losgelegt.
Es war das "Catania Flamme", ein Baumwollgarn das "noppt". Doof zu häkeln und sieht auch nicht so schön aus, wenn man jede Reihe die Farbe wechselt.
Ich habe es dennoch "durchgezogen", dabei das Garn wirklich komplett aufgebraucht und bin soweit zufrieden damit.



Hier sieht man, dass das Garn für sehr viel Unruhe sorgt.
Ich benutze diese Decke als Spielplatz-Bank-Unterlage. Oder wie hier im Garten als Sitzunterlage neben dem Sandkasten.
 

Kaum war ich fertig, kam die Nachricht von der Geburt der kleinen Luise. Das ist die Tochter meiner Cousine, und sie ist das zweite Kind- sie hat einen großen Bruder. Endlich mal etwas, um Garn in "Mädchenfarben" aufzubrauchen. Da hatte ich ja noch das feria-Garn, das ich im Februar noch bei Norma gekauft hatte, um die Sophie zu häkeln, was ich ja dann doch wieder aufgegeben hatte.
Es ist dafür perfekt und die Farben gefallen mir dafür auch: lila, rosa und weinrot sowie mintgrün, gelb und weiß.
 


So sieht sie fertig aus:


Hier ist ein Ausschnitt aus meinem Lieblingsmuster, dem Sternstich (Mitte).
 
Und so sehen die beiden Decken nebeneinander aus:
Ich hoffe doch sehr, dass das Geschenk gut ankommt.
Aber wenn ich eines weiß: So schnell werde ich davon keine weitere häkeln. Es gibt noch zu viele Projekte, die ich bisher noch nicht gehäkelt habe...
 

Freitag, 10. Juli 2015

Welche Nähmaschine kauft man am Besten?

Vorweg: Ich bin kein Fachmann und will eigentlich keine Beratung geben. Markennamen werden hier nicht fallen. Ich gebe hier lediglich meinen Weg zur Nähmaschine wieder und beleuchte ihn kritisch.

In allen möglichen Nähgruppen kommen Fragen wie "Was haltet Ihr von der XYZ?" oder "Welche Nähmaschine könnt Ihr empfehlen?".
Auf diese Frage wird niemand wirklich eine Maschine genannt bekommen, die es dann auch ist.
Ich denke, man sollte sich gut überlegen, was man braucht. Und was man machen möchte.
Und man sollte sich vor Augen halten: Viele haben seit Jahren eine Maschine und kennen kaum andere. Ich habe mal in einem Testportal den Satz gelesen "Eine Nähmaschine ist eine Investition für die nächsten 20 Jahre". Entsprechend selten kauft man eine neue...

Also, nun zu meiner Geschichte.

Ich war vor vier Jahren total angefixt, was um mich herum genäht wurde. Meine Schwester, Bekannte... und war in Elternzeit und hatte Lust, auch das zu machen.
Geld hatte ich kaum, aber dafür schon Zweifel, ob es nicht nur ein kurzes Leuchtfeuer sein würde.
Ich fand aber, eine Nähmaschine kann man auch dann haben, wenn man nicht täglich näht, z.B. wenn man mal ein Kleidungsstück reparieren will.
Aber: zum Ausprobieren und Reparieren wollte ich kein teures High-end-Teil. Ich fragte im Nähmaschinengeschäft in der Stadt nach und hatte Glück: Da stand ein frisch gewartetes DDR-Modell für 60Euro. Robust, einfach und mit ein paar Zierstichen versehen. Ihr Fehler: Sie sollte nicht so gut im Nähen elastischer Stoffe sein. Aber das war mir nicht wichtig, ich wollte doch keine Kleidungsstücke nähen...
Sie wurde mein...

Was gefehlt hat: eine gute Anleitung (die ich im Laden hätte bekommen können, und ich hatte auch die Möglichkeit, dort nochmal Fragen zu stellen). Meine Schwierigkeiten durch das Unwissen und ein paar dumm gewählte Projekte ließen die Lust sinken. Dazu hatten wir nicht so viel Platz, dass es verzeihlich gewesen wäre, die Nähmaschine auch mal stehen zu lassen. Das hielt die Überwindungsschwelle hoch und ich setzte mich für die freie Stunde am Abend lieber mit dem Strickzeug auf das Sofa.

Schließlich begann meine dritte Elternzeit und wir zogen um und ich hatte Platz! Seitdem habe ich die Nähmaschine doch hin und wieder rausgekramt und auch stehen gelassen.

Ich fasse mal zusammen, wie ich das heute sehe:
  • Es war schon eine gute Idee, am Anfang nicht gleich etwas Teures zu kaufen.
  • Ich wollte keine Maschine vom Discounter mit Plastik-Innenleben. Meine Anfänger-Fehler lehren mich gerade jetzt, dass das auch gut war. Ich habe durch so einen Fehler (es hatte sich mal etwas verklemmt und verkanntet) gerade meine Maschine in der Werkstatt und sie ist reparabel...
  • Jersey nähen geht damit doch! Ist machbar, wenn es auch toll gewesen wäre, einen 3fach-Geradstich zu haben....
  • Zu viele Stiche und Programme hätten mich total verwirrt. Am Anfang ist weniger mehr. Im Grunde kann man sagen, dass die erste Maschine vielleicht nicht gleich 20 Jahre halten muss.
  • Jemanden vor Ort zu haben ist eine super Sache. Ob man mit einer kaputten Maschine zum Fachhändler geht oder zum Postamt, ist letzten Endes beides aufwändig.
  • Ich spare für eine Overlock-Maschine....
Tja, aktuell ist meine Nähmaschine ja in der Werkstatt. Ich bekomme sie erst nach meinem Kurz-Urlaub wieder... dabei hatte ich gerade so viel Stoff und Schnittmuster gekauft...

Montag, 6. Juli 2015

CALs und neue Ufos

Der Urlaub ist schon wieder weit weg... ach, es war unerwartet schön auf Rügen, muss ich sagen. Ich war vorher skeptisch. Meiner Erfahrung nach ist ein Urlaub mit Baby nur noch anstrengender und vor allem schlafloser als Alltag mit Baby. Man selber ist aufgedreht, ich schlafe meistens auch schlecht in fremden Betten- ich benötige für das Wohlfühlgefühl eine harte Matraze...- und das Baby ist auch nicht gerade ein ruhiges Menschlein. Dann kam auch noch die Wettervorhersage und die liess mich befürchten, dass wir nur Indoor-Aktivitäten haben würden. Aber es ging dann doch! Die Wohnung war sehr schön (wenn auch die Nachbarschaft noch sehr kreativ war...


...das Wetter war zwar nicht ausschließlich bombastisch, aber wir hatten zwei schön sonnige Tage, an denen wir auch den nahen Strand genießen konnten.
Ansonsten hatten die Kinder auch Spaß im Rasenden Roland (und ich dann auch genug davon) oder im Technik-Museum und auf der Schiffstour entlang der Kreidefelsen (von denen ich auch nicht viel gesehen habe, weil ich drinnen das Baby gestillt und in den Schlaf geschaukelt habe).

Nun sind wir schon seit über einer Woche wieder zu Hause. Ich bin den ganzen Juli abzüglich der Wochenenden Strohwitwe... Ich versuche es positiv zu sehen, ich habe viel Zeit für Projekte.

Über Facebook habe ich wieder zwei tolle CALs gefunden. Der eine ist nicht sehr zeitaufwändig, es gibt einmal wöchentlich eine Granny-Anleitung. Es ist ein Mystery-CAL und es geht um Overlay-Häkeln. Das ist eigentlich nix Großes, nur häkelt man längere Maschen wie Stäbchen oder Doppelstäbchen über schon gehäkeltes. Wird als neue Technik verkauft, aber aus dem Decken-CAL kenne ich schon viele Grannys, die sich dieser Technik bedienen.
Dennoch: Die dabei herauskommenden Grannys sind toll! Hier sind meine ersten zwei. Die dritte Anleitung kommt am Freitag Abend. Der CAL soll 10 Wochen gehen: 9 Grannys und eine Anleitung zum Zusammenhäkeln und Umrahmen, um damit einen Kissenbezug aus Stoff zu verzieren.

Hier meine ersten zwei:


Und dann gibt es einen Taschen-CAL. Der ist wesentlich kürzer, die erste Anleitung beinhaltete auch eine Granny-Anleitung. Diese war 6 Mal zu häkeln.
Hier sind meine (seit Freitag abend fertig).

Da beide CALs gerade so weit fertig sind, versuche ich mich aktuell auch in einem Sew-along. :-)
Das Thema dieser Wochen ist "obenrum" und ich versuche mich an einem Tanktop "Mini-Sun". Der zugeschnittene Stoff lag von Freitag bis heute nur an den Schultern zusammengesteckt herum.
Da ich noch nie Jersey vernäht habe, war das also ein Test. Ich habe eine Stichlänge beim Zickzackstich gefunden, mit der es halbwegs geht, habe auch das Nähen mit der Zwillingsnadel probiert- das kann meine Maschine, nur ich muss es noch üben, den Stoff nicht zu sehr zu verziehen.
 So bekommt mein Großer erst einmal ein Top für das Bett- auch nicht schlecht.
Aber irgendwie nervt mich meine Maschine. Ich kann noch so zaghaft auf das Pedal treten, sie gibt immer Vollgas. Das war nicht immer so, aber ich weiß nicht, was ich dagegen tun kann. Außerdem lässt sie ständig Stiche aus. Ich habe schon entstaubt, x-mal neu eingefädelt, auch mal probiert, ob es am Stoff liegt. Nicht wirklich, es passiert mit Baumwollstoffen weniger als beim Stretch oder bei Jeans, aber weg ist es nicht.

Schade eigentlich.  Morgen werde ich nochmal ein Projekt aus Baumwollstoff probieren. Und dann überlegen, was ich tue- vielleicht hilft ja eine Wartung...

Über weitere Projekte berichte ich morgen (ja, es gibt noch mehr!). Und dann werde ich vielleicht auch in Sachen Nähmaschine etwas weiter sein.

Freitag, 19. Juni 2015

Gardinen wie eine Kachelwand

 Seit Ende März habe ich Quadrate aus Filethäkelgarn gehäkelt. Immer wieder dieselben. Zwischendurch musste ich doch mal andere Sachen machen (habt Ihr ja sicher gelesen). Und vor einer guten Woche war endlich das 70. und letzte dran. Zusammen gehäkelt wurden sie immer mit der letzten Runde, so dass am Schluss nur noch das Umhäkeln und Fäden vernähen übrig blieb.

Und damit war ich gestern abend fertig. Heute morgen habe ich die Stücke dann gestärkt und nun hängen sie endlich, ein halbes Jahr nach unserem Einzug, im unteren Bad. Als Gardine...


Was ich fast nicht wiedergefunden hätte, ist die Quelle des Musters. Ich habe zwar die Häkelschrift noch, aber irgendwie habe ich die nicht auf pinterest gepinnt und nur das Bild abgespeichert...

Aber nun bin ich nach langer Suche doch noch fündig geworden. Hier findet man, wenn man weit runterscrollt, die Häkelschrift. Das Verbinden habe ich dann wohl falsch verstanden, da sehen die Ecken anders aus... und die Umhäkelung hätte ich auch gern vorher gesehen.

Ich kann schon sagen, die nächste Häkelgardine ist in Planung.
Ich habe nämlich noch viel Häkelgarn!

Donnerstag, 18. Juni 2015

Nachtrag zur Schnabelin(as-h)ose: Tragefotos

Gestern beim Abholen aus dem Kindergarten habe ich doch noch mal zwei Tragefotos von der Schnabelina-Hose machen können. Immer noch nicht sooo tolle, aber immerhin, man sieht: Er trägt sie, sie sitzt. Und was man da noch nicht sieht: Sie ist häufig in der Wäsche. :-) und so hängt sie heute auch schon wieder an der Leine...

Für mich ist es auch immer wieder schön zu sehen, dass das gute Stück die Wäsche aushält. :-)